Erste Probefahrt

Nachdem der TRM bisher nicht angemeldet war, konnte ich immer nur ein paar Meter auf dem Grundstück fahren. Seit dieser Woche ist er nun offiziell angemeldet. Die erste Probefahrt war nur ein paar Kilometer lang. Allerdings fing irgendwo im Motorraum ein Zischgeräusch an. Zum Glück konnte ich sehr schnell lokalisieren, dass das Geräusch vom Handbremsventil kam.
Nach dem Ausbau kam das erwartete Bild zum Vorschein. Das Ventil war mit ausgehärtetem Fett und Rost aus den (alten, ausgebauten) Druckluftleitungen zugeknastert. Die Reinigung war jedoch in kurzer Zeit geschehen und ich konnte das Ventil wieder zusammenbauen, nachdem ich ihm etwas frisches Fett spendiert hatte. Danach war das Zischen wieder weg. Wenn nur jede Reparatur so schnell ginge…

Hier noch ein Video von einem Teil der Probefahrt. Leider sind wir einer eiligen Pizzalieferung im Weg rumgefahren. Jedoch hat der Pizzafahrer diese Problem unter Einsatz seines Lebens schleunigst behoben.

 

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Batteriekasten für Billigbatterien

Die NATO-Block Akkus des TRM haben schon geschwächelt, seit ich den LKW gekauft habe. Obwohl sie den ganzen Winter am Ladegerät hingen, hat die Kapazität der Akkus, im Winter, leider nochmal gelitten. Da ich demnächst mal das eine oder andere Treffen anfahren will und dort nicht unbedingt auf Starthilfe angewiesen sein will, habe ich die Akkus jetzt mit 2x 55Ah Akkus aus dem Baumarkt ersetzt. Diese Akkus sind natürlich keiner als die alten 110Ah Blöcke. Dadurch waren die Kabel alle etwas zu kurz. Deshalb habe ich, aus ein paar Abfallstücken vom Kabinenbau, einen adaptieren Batteriekasten gebaut. Damit hat der TRM wieder ausreichend Strom und läuft sogar ruhiger im Standgas. Vermutlich liegt das daran, dass die Lichtmaschine jetzt nicht mehr gleich volldampf laufen muss. Die 55Ah sollten mir reichen, da ich keine Reserven für Wintercamping benötige. Der TRM wird ein Saisonkennzeichen, nur für die schöneren Monate im Jahr, bekommen. Ich bin eben bekennender Warmduscher.

Der Kabinenbau macht auch langsam Fortschritte. Die Verzögerungen liegen daran, dass ich zu wenige Schraubzwingen habe. Der Kleber braucht mindestens 8 Stunden zum Aushärten. Diese Zeit muss ich jedesmal warten, bevor ich die nächste Rahmenleisten an die Platten kleben kann. Die Kabine habe ich sicherheitshalber mal fest gezurrt, weil Sturm angesagt war und die Kabine noch nicht mit der Pritsche verschraubt ist.

Der Kabinenbau beginnt

Den ersten schönen (Wetter-)Tag in diesem Jahr habe ich genutzt um mit dem Zusammenbau der Kabine zu beginnen. Im  Winter habe ich mir im Keller Panelen mit Rahmen vorbereitet. Die Platten sind 4mm Sperrholz mit Phenolharzfilm, wie Siebdruck, nur mit 2 glatten Seiten. Die Rahmenhölzer habe ich mit PUR Holzleim (wasserfest und etwas schäumend) auf die Platten geklebt. Ein Klebetest hatte ergeben, dass der Kleber, auch ohne Vorbehandlung der Platten, gut genug klebt, dass der Bruch im Holz stattfindet. Trotzdem entfette ich die Paneelen mit Aceton vor dem Verkleben. Diese Paneelen kommen dann auf eine 12mm Siebdruck Bodenplatte. Die Pritsche ist schon mit 50mm XPS isoliert. Die einzelnen Elemente werden auch wieder verklebt. Jedoch verwende ich auch Holzschrauben um die Elemente zusammen zu ziehen. Der Aufbau der ersten 2 Seiten war einfach und ging flott.

ALB gereinigt

Heute waren mal wieder Temperaturen über dem Gefrierpunkt und ich konnte mal wieder schrauben, ohne, dass mir die Finger ab frieren.
Nachdem mich Lothar darauf hingewiesen hatte, dass bei den meisten TRM 2000 das Automatisch-lastabhängige Bremsventil (ALB) nicht funktioniert, habe ich mir das ALB mal genauer angesehen. In der Tat, das Ventil hat sich beim Bremsen nicht bewegt. Danke für den Hinweis, Lothar!20190126_145927

Nach dem Öffnen des Ventils bot sich mir dieses Bild:20190126_150705.jpg

Also kein Wunder, dass es sich nicht mehr rührte.
Allerdings war die Reinigung kein großes Problem
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Danach funktionierte das Ventil wieder.

Neue/alte Sitze und Anfang Kabinenbau

Nachdem mir Lothar, freundlicherweise, sein original Renault TRM 2000 Sitze überlassen hat, habe ich die Sprintersitze mit der zweifelhaften Halterung rausgeschmissen und wieder durch die original Sitze ersetzt. Das hat auch den Vorteil, dass jetzt wieder 3 Sitzplätze zur Verfügung stehen.

Weil gerade die Temperaturen wieder im Plus waren, habe ich auch gleich noch die Ersatzkanisterhalterung mit dem Kotflügelblech an die Pritsche geschraubt. Das Problem mit dem kollidierenden Auspuff konnte ich recht einfach lösen, indem ich einfach zwei neue Löcher für die Schraubbefestigung gebohrt habe. Dadurch konnte ich den Halten etwas nach vorne, weg vom Auspuffrohr,  ziehen.

Zum fertigstellen der Pritsche, hätten jetzt nur noch die Begrenzungsleuchten angeschraubt werden müssen. Leider waren jedoch mit der etwas vergrößerten Pritsche die Kabel der Leuchten zu kurz. Außerdem waren die alten kabel doch etwas brüchig geworden. Somit muss ich mal wieder auf eine Bestellung warten.

Weil der Urlaub so schön war, habe ich noch mit dem Rahmen für die Pritsche angefangen. Dafür habe ich mir in der Rumpelkammer, im Keller, etwas Platz geschaffen und begonnen die Rahmenbalken zurecht zu sägen. Da wo es geht, verleime ich die Balken mit wasserfestem Polyurethan Leim.
Bevor Fragen kommen: Ich achte natürlich darauf, dass alle zusammenhängenden Teilstücke wieder aus der Tür rauspassen. Das Arbeiten im Keller hat aber den ganz entscheidenden Vorteil, dass es nicht wetterabhängig ist. Wann immer ich Zeit habe, kann ich ein paar Teile zurechtsägen und anbauen. Im Frühjahr kann ich dann hoffentlich die Kabine auf der Pritsche zusammen bauen und die restlichen Teilstücke verleimen.

Die Pritsche ist fertig

Die Pritsche ist nun fertig. Eigentlich hatte ich geplant, dass dies der Boden der Kabine wird. Allerdings habe ich meinen Plan nach einem kurzen Brainstorming im Allrad Forum geändert. Der Koffer wird dann erst mal mit Spanngurten auf der Pritsche als Ladung befestigt. Das hat den Vorteil, dass ich den LKW auch als Anhängerersatz verwenden kann. Außerdem muss ich vorerst die Zulassungsart nicht umschreiben lassen. Vermutlich bekomme ich so auch einfacher das H-Kennzeichen in 2020. Der Nachteil ist, dass ich in der Kabine erst mal keine Sitze eintragen lassen kann.

Die Pritsche habe ich aus 9mm Multiplexplatten mit XPS Kern gefertigt. Die Holzplatten habe ich mit einer Mischung aus Leinölfirnis und Labsal imprägniert. Die Platten sind mit einem einfachen Holzrahmen verklebt. Die Oberflächer der Pritsche ist eine Anti-Rutschmatte. Die Pritsche habe ich auf dem Zwischenrahmen mit M8 Schlossschrauben und selbstsichernden Muttern verschraubt. Die Pritsche mit Zwischenrahmen hat ein Gewicht von ca. 300kg.

Die Maße der Pritsche sind: 372x229cm. Dies werden auch die Grundmaße der Kabine werden.

Zum Abschluss des Tages habe ich noch die Stauboxen montiert. Was mich allerdings etwas stört, ist der Abstand zwischen Box und Kennzeichenplatte. Da wird vielleicht irgendwann mal eine größere Staubox hinkommen.
Die Kanisterhalter konnte ich noch nicht montieren. Durch die Strebenaufteilung des Zwischenrahmens ist nun das Auspuffrohr im Weg. Wahrscheinlich werde ich eine neue, längere Halterung für den Auspuff  biegen und den Auspufftopf etwas verdrehen, damit das Rohr weiter nach unten zeigt.

Luftfilter verlegt

Die Luftfilterverlegung ist fast fertig. Ich muss nur noch ein Blech als Halterung biegen, damit die eine Schraube, die das Teil hält, nicht so alleine ist. Aber es funktioniert, wie es soll. Ich finde, es ist gar nicht so schlecht geworden. Ein Nachteil dieser Position ist leider, dass man vor dem Kippen des Führerhauses jetzt immer eine Schlauchschelle aufmachen muss. Das geht allerdings durch die Dachluke ganz gut.

 

Auch mit der Pritsche geht es voran, wenn auch langsam, bei dem Wetter…

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