Der TRM hat einen neuen Besitzer

Heute haben wir uns vom TRM verabschiedet. Meine Frau mit einem Sekt im Kühlschrank, ich eher mit Wehmut. Aber auch ich gebe zu, dass es besser so ist. Ich hatte den TRM ziemlich ad-hoc gekauft, weil er mir ganz einfach gefallen hat. Ich hatte Spaß daran, die kleinen Krankheiten des Lasterchens zu beheben und dabei zu lernen. Auch beim Bau der Holzkabine habe ich viel gelernt. Auch, wie man manches nicht machen sollte. Allerdings hat es keinen Wert, an einem Projekt weiter zu arbeiten, welches der Rest der Familie nicht unterstützt.
Diesen Blog werde ich an Lothar übergeben, nachdem ich einige persönliche Informationen gelöscht habe. Meine Informationssammlung sollte somit erhalten bleiben.
Ob ich für unseren neuen Truck, „Red“, einen neuen Blog aufmache, weiß ich noch nicht. Red ist eigentlich in einem sehr guten Zustand. Größere Reparaturen stehen nicht an. Von Zeit zu Zeit poste ich auf unserer Instagram Seite „ouroldtruck“.
Im Moment plane ich, den Feuerwehraufbau hinten ca. 75cm aufzustocken. Zu diesem Thema gibt es noch nicht viel im Netz. Evtl. werde ich dieses Projekt wieder dokumentieren. Allerdings ist Red nach nur einem Tag Umbau so weit gewesen, dass wir ihn, rudimentär, als Wohnmobil verwenden können. Daher besteht kein Druck, den Umbau anzugehen. Es kann daher etwas länger dauern, bis es los geht. Evtl lassen wir ihn auch so wie er ist.

Erste Schritte der Elektroinstallation

Für die Umschreibung des TRM 2000, von LKW zu Wohnmobil, benötige ich einen fest eingebauten Herd. Eine Gasinstallation, mit der damit einhergehenden regelmäßigen Prüfung, will ich unter allen Umständen vermeiden. Die Alternative ist, einen Elektroherd zu installieren. Um das TÜV-Konform zu machen benötige ich auch eine Außensteckdose zum Anschluss von 230V und einen FI-Schalter um diese Installation abzusichern.
Die Elektrokomponenten werden in einem Elektroschrank verbaut, der mir der Nachbar geschenkt hatte. Damit wird auch dieser einer sinnvollen Weiternutzung zugeführt.

Außerdem habe ich bei dieser Aktion noch einen Untermieter entdeckt:

Termin beim TÜV

Ich hatte heute mit dem TRM 2000 einen Termin beim TÜV, um die Einzelheiten bzgl. Wohnmobilumbau und Sitzeintragung, zu besprechen. Es lief ganz gut. Ein paar scharfe Kanten am Zwischenrahmen und der Pritsche muss ich noch abrunden. Die scharfen Kanten an den seitlichen Stauboxen (eigentlich original) sollten mit einem Kantenschutzprofil versehen werden. Hinten fehlen noch Reflektoren. Für den Sitz brauche ich eine Verbindung zum Zwischenrahmen, die 20G für 75kg, also 1500kg, aushalten kann. Die Eintragung des Sitzes ist damit kein großes Problem, da das Fahrzeug-Baujahr, vor 1992 war. Wenn ich einen Elektroherd einbaue, muss eine Außensteckdose mit einem FI-Schalter eingebaut werden. Klingt alles machbar.
Ein Unterfahrschutz wird auf Grund der Fahrzeugnutzung als Geländefahrzeug nicht benötigt. Dies kann auch in den Fahrzeugpapieren eingetragen werden, muss aber nicht.
Zu guter Letzt haben wir den TRM mit Aufbau noch gewogen. Er brachte genau 4,32 Tonnen auf die Waage. Davon 2,54t auf der Vorderachse und 1,78t auf der Hinterachse. Damit gibt es noch genug Luft für Ausbau, Gepäck und evtl. etwas mehr Tankvolumen.
Mit einem zusätzlichen, eingetragenen Sitz wäre eines der Familienprobleme mit dem Fahrzeug behoben. Das zweite Problem, die extreme Höhe zum Einsteigen, löst sich hoffentlich, durch etwas Übung, auch.

Die Fenster sind drin

Heute konnte ich endlich die Wohnmobil Fenster einbauen, die ich von Georg bekommen habe. Danke dafür nochmal, an Georg.
Die Fenster sind zwar schon älter und etwas verstaubt, waren jedoch noch nie verbaut. Eine Dachluke habe ich im Nachbardorf gebraucht von einem Wohnwagen erstanden.
Zum Glück bin ich noch vor dem Gewitter fertig geworden, sonst hätte es wieder in die Kiste geregnet.

Die Box wird grün

Letztes Wochenende habe ich mich endlich der Farbgebung des Wohnbox gewidmet. Meine Frau hatte darauf bestanden, dass die Box nicht weiß wird. Ich wollte keine dunkle Farbe, damit sich die Box in der Sonne nicht so stark aufheizt. Silbergrau, wie der Laster, fanden wir langweilig. Daher wurde es RAL 6019 weißgrün. Die Farbe, die ich verwendet habe, war 2K PUR Farbe. Ich hatte vorher noch nie mit 2K PUR Farbe gearbeitet, aber ich muss sagen, ich bin begeistert. Das Zeug haftet wunderbar auf den Siebdruckplatten, den Sika-Kleberwülsten und meinen Fingern. Trotz Handschuhen habe ich irgenwie Farbe auf meine Hände bekommen. Das Zeug ließ sich fast nicht mehr weg bekommen. Wenn die Farbe auf der Box genau so gut hält wie auf meinen Fingern, bin ich zufrieden.
Den Farbauftrag habe ich per Rolle mit der unverdünnten Farbe gemacht. Als Topfzeit war auf der Farbdose 3 Stunden angegeben. Ich habe mir deshalb Sorgen gemacht, ob ich in dieser langen Zeit, Millionen von Fliegen, mit der klebrigen Farbe, einfange. Allerdings hat sich herausgestellt, dass die Farbe, sobald sie aufgetragen ist, sofort anfängt auszuhärten. Ich erkläre mir das so, dass die Farbe, zum ausreagieren, Wasser benötigt. Die dünne Feuchtigkeitsschicht, die auf dem Substrat sicherlich vorhanden ist, verbunden mit der Luftfeuchtigkeit, führt wohl zum sofortigen Reaktionsstart. Fliegen habe ich trotzdem eingefangen, aber keine Millionen von ihnen.

Im Inneren ist der Rohbau inzwischen auch fertig. Das Bild ist schon etwas älter. Die kleine Lücke ist inzwischen auch geschlossen. Die Kabine macht einen sehr stabilen Eindruck. Meine Sorgen, dass die 4mm Phenolharzplatten nicht stabil genug sind, haben sich nicht bestätigt. In Verbindung mit den 12mm OSB Platten und der Isolierung dazwischen, ergibt sich ein sehr stabiler Sandwichaufbau. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Aufbau mit GFK Sandwich Material stabiler wäre. Durch die Balkenverstrebenungen dürfte mein Aufbau jedoch etwas schwerer sein als einer aus GFK-Sandwichplatten.

Weiteres Druckluft-Leck behoben

Am Entwässerungsventil des hinteren, kleinen Lufttanks, hatte ich immer eine kleine Undichtigkeit, die man hören konnte. Ich dachte eigentlich, dass dort Dreck im Ventil hängt. Dem war jedoch nicht so. Als ich ich den Deckel vom Ventil runter nahm, fiel mir auf, dass der Dicht-Ring beschädigt war. Wie lange das wohl schon so ist?

Der Ring is ein einfacher O-Ring 90×3.
Jetzt zischt nichts mehr.

Wer billig kauft…

…kauft zwei mal. Eigentlich mag ich diesen alten Spruch nicht, weil es im Umkehrschluss bedeuten müsste, dass man für viel Geld gute Qualität bekommt. Leider ist auch das nicht immer der Fall. Allerdings war der Spruch, im Falle der FOTEK Solid-State-Relais, mal wieder richtig.
Ich habe zwei dieser SSR, als Schutzschaltung für die Winston Zellen, verwendet. Der momentane Zweck dieses Akkus ist es, den dicken Wohnwagen zu movern.
Da der HU Termin für den Wohnwagen schon ein paar Monate überfällig war, habe ich den Akku im Wohnwagen angeschlossen und wollte den Wohnwagen aus seiner Parkposition heraus fahren. Leider kam ich nur ein paar Centimeter weit, dann ging nichts mehr. Der Mover bekam keinen Strom mehr. Natürlich hatte ich sofort eine Sicherung im Verdacht. Der Wohnwagen hat einen 100A Sicherungsschalter. Der hatte aber nicht ausgelöst. Danach hatte ich die 100A Schmelzsicherung des Akkus im verdacht. Aber auch die war noch i.O. Jetzt hieß es dann doch, Messgerät aus dem Keller holen. Zu meinem Erstaunen hat sich dann herausgestellt, dass dieses FOTEK 100A SSR, keinen Durchgang mehr hatte. Offensichtlich packt das 100A Relais keine 100A. Denn 100A war in der Vergangenheit mit dem Mover noch nie ein Problem. Der Sicherungsschalter hat noch nie ausgelöst, seit der Mover im Wohnwagen ist. Auch von der Schmelzsicherung würde ich vermuten, dass die sich nicht viel über 100A belasten lässt. In der Anfangszeit des Movers, hatte ich mal 30A Automobilsicherungen ausprobiert und selbst die haben länger gehalten, als dieses FOTEK SSR. Zunächst habe ich an mir selbst gezweifelt und befürchtet, dass ich dann doch ein Wechselstrom SSR eingebaut hatte. Dem war jedoch nicht so. Das Datenblatt des SSR sagt eindeutig, dass dieses SSR für Gleichstrom bis zu 100A geeignet ist. Tja, da hat das Datenblatt dann wohl gelogen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Mover, der eine Anfahrdrosselung hat, gleich beim Anfahren 100A zieht. Ich glaube auch nicht, dass der Mover überhaupt, selbst mit Höchstlast irgendwann 100A zieht.
Naja, offensichtlich kaufe ich mal wieder zwei mal. Ich habe das gleiche SSR, diesmal noch billiger, in China bestellt. Für den Mover werde ich in Zukunft das SSR umgehen. Es wäre nämlich schade, ein richtig teures SSR genau so zu schrotten 🙂

Unterfahrschutz

Beim DEKRA Termin wurde mir doch recht überzeugend empfohlen, einen Unterfahrschutz an den TRM 2000 anzubauen. Da ich wusste, dass sich Lothar eine Halterung für eine Anhängerkupplung selbst gebaut hatte, habe ich ihn nach den Zeichnungsdateien der AHK gefragt. Lothar war so nett und hat mir diese Dateien zur Verfügung gestellt. Leider gab es dann doch Probleme mit dem Einlesen dieser Dateien in mein FreeCAD. Auch in CADdy++ ließen sich die DXF Dateien nicht einlesen. Allerdings hat FreeCAD zumindest die Konturen der einzelnen Bauteile einigermaßen richtig eingelesen. Dadurch konnte ich die Teile mit FreeCAD dann doch relativ einfach nachzeichnen. Ich habe dann noch ein paar kleine Änderungen, vor allem an der Rahmenplatte, vorgenommen, damit diese Platte dann auch gleich meinen Zwischenrahmen mit hält. Ein paar Bohrungen, deren Sinn ich nicht erkennen konnte, habe ich auch gleich mal eliminiert. Ich hoffe, dass ich die später nicht nachbohren muss.

Der UFS wird klappbar, d.h. der Schutzbalken lässt sich nach entfernen von 4 dicken Schrauben um 60° nach oben klappen, für den Fall, dass ich den TRM doch irgendwann mal Off-Road bewege.

Ich plane, die Platten lasern zu lassen und dann hoffe ich, dass mir ein Bekannter die Teile zusammen schweißen kann. Ich glaube kaum, dass der TÜV oder die DEKA von meinen eigenen Schweißnähten sonderlich begeistert wäre.
Diesen UFS kann ich zur Not später auch zur Anhängerkupplung umbauen. Allerdings kann ich im Moment keine Verwendung dafür sehen, deshalb bleibt es im Moment erst mal nur ein Unterfahrschutz.

Grundriss V2

Seit der ersten Grundrissversion hat sich einiges geändert. Vor allem meine Frau hat ein paar interessante Ideen eingebracht.

Das Bett ist jetzt doch hinten gelandet. Durch ausziehen wir man die Breite verdoppeln können. Der Eingang ist nun auch vorne rechts. Meine Frau hat vorgeschlagen, den Sitzbereich gleich neben die Tür zu machen. Der Tisch wird dann ausziehbar und klappbar an die Wand vom Bad gehängt. Die Idee dahinter ist, dass wir den inneren Sitzbereich wohl eher selten verwenden werden, da wir normalerweise draußen sitzen. Die Tür wird teilbar sein. Damit können wir die Tür als eine Art offenes Fenster nutzen, wenn wir doch mal drin sitzen. Die Küche wird zweigeteilt. Auf einer Seite wird der Herd, auf der anderen die Spüle, sein. Auf beiden Seiten wird noch ausreichend Abstell-/Arbeitsplatz sein. Der rote Bereich wird das Bad mit der Trocken-Trenn-Toilette und einer Dusche. Der gelbe Kasten wir ein Schrank.

Die Geschichte mit dem Tisch im Eingang ist unkonventionell. Das habe ich bisher noch nicht gesehen, deshalb wäre ich da drauf auch nicht gekommen. Aber wenn die Chefin den Vorschlag macht, kann ich natürlich nichts entgegensetzen. Ob es sich bewährt, wird sich zeigen. Ich bin offen für den Versuch.